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Am Freitag war kalendarischer Herbstanfang. Die Tage werden wieder kürzer die dunkle Jahreszeit kommt. Für junge Fußballtalente ist es dann gar nicht mehr so einfach, auch noch abends zu trainieren. Bis jetzt hatte der SV Hansa Friesoythe damit noch keine so großen Probleme. Der Verein nutzt dafür den sogenannten "Soestenplatz".

Doch damit könnte bald Schluss sein. Die Stadtverwaltung favorisiert die Fläche für den Neubau eines Kindergartens mit Krippe. Dafür sprachen sich, wie berichtet, die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Freizeit auf der jüngsten Sitzung Ende August aus. Der SV Hansa Friesoythe ist mit der Entscheidung nicht zufrieden und möchte mit einer Unterschriften-Aktion ein Zeichen setzten. "Wir sind auf den Platz angewiesen. Wir haben zwar noch Flutlicht auf unserem B-Platz. Doch gerade im Winter muss dieser Rasen für den Punktspielbetrieb geschont werden, so dass Training in der Dunkelheit nur auf dem Soesteplatz möglich ist", betont Carola Reiners, 3. Vorsitzende des SV Hansa.

Zusammen mit Schriftführer Dirk Zimmermann und Fußballobmann Tobias Milhahn hat die 3. Vorsitzende auf dem Familientag während des Eisenfestes erste Unterschriften für den Erhalt des Fußballplatzes gesammelt. "Lange haben wir überlegt, was wir jetzt machen können. Es geht uns um ein starkes Signal, dass wir den Platz wirklich brauchen", so Reiners.

106 Unterschriften wurden am Sonntag beim Eisenfest gesammelt. Auch die erste Herren-Fußballmannschaft des SV Hansa hat schon komplett mitgemacht beim nächsten Heimspiel gegen Vorwärts Nordhorn an diesem Samstag sollen weitere Unterschriften gesammelt werden. Trotzdem ist Carola Reiners auch klar, dass dem Sportverein rechtlich gesehen die Hände gebunden sind. "Das Grundstück gehört der Kommune. Wir haben keinen Nutzungsvertrag, werden lediglich geduldet. Wenn die Stadtverwaltung den Kindergarten dort bauen möchte, müssen wir weg", so Reiners.

Doch der SV Hansa appelliert mit den Unterschriften an die Politik nicht zuletzt, weil sich der Sportverein auch um die Pflege des Platzes kümmert. "Die Tore auf dem Platz gehören uns, der Rasen wird von uns gemäht und defekte Birnen an der Flutlichtanlage wurden von uns ersetzt", berichtet Reiners.

Hoffnung für die Sportler liegt in den Bodenproben, die zurzeit am Platz genommen werden. "Es gibt Gerüchte, dass im Boden unter dem Soesteplatz Altmetalle von einer ehemaligen Mülldeponie lagern könnten. Der Ausgang dieses Gutachtens ist so natürlich auch von uns von Belang darauf warten wir gespannt", so Reiners.

Quelle: Heiner Elsen (Nordwest-Zeitung)


Auch die erste Herrenmannschaft macht sich für den Erhalt des Soestenplatzes stark.

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