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LzO-Cup
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2009 kein internationales Jugendturnier |
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Donnerstag, 5. März 2009 |
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"Die Arbeit wurde immer mehr, die Resonanz dagegen immer geringer."
FRIESOYTHE - Der SV Hansa Friesoythe hat sich dazu entschieden, das internationale Turnier für A-Junioren-Fußballer in diesem Jahr nicht auszurichten. Das bestätigte Friesoythes Fußballobmann Bernd Meyer der NWZ am Mittwoch.
„Die Organisation des Turniers war mit einem immensen Aufwand verbunden, zählte es in Deutschland doch zu den drei besten Veranstaltungen dieser Art,“ sagte Meyer. „Die Arbeit wurde aber immer mehr, die Resonanz dagegen immer geringer“, beschrieb er die Entwicklung. Rund 200 Menschen seien an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Turniers beteiligt gewesen, verdeutlichte er. „Diese Kräfte benötigen wir nun für andere Sachen.“
Hansa Friesoythe hatte seit 2001 im Zwei-Jahres-Rhythmus A-Jugendteams europäischer Spitzenclubs wie Bayern München oder Aston Villa nach Friesoythe zu einem zweitägigen Turnier locken können. Die vierte – und vorerst letzte – Auflage im Jahr 2007 gewann Dynamo Moskau dank eines 1:0-Finalsiegs gegen den VfL Wolfsburg.
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Scharfe Torschüsse statt lockerem Abschlussspiel |
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Montag, 13. August 2007 |
 Die Spieler Belo Horizontes dehnten sich gemeinsam mit vorgegeben Übungen.
Die Fußballer Bremens und Belo Horizontes bereiten sich unterschiedlich auf eine Partie vor
Von Wolfgang Grave
FRIESOYTHE - Sie spielen dasselbe Spiel, interpretieren es aber verschieden. Die Mannschaften beim vierten internationalen U19-Fußballturnier in Friesoythe repräsentieren ein Stückweit auch die Fußballphilosophie ihres Landes. Selbst im Aufwärmprogramm müsste es demnach Unterschiede geben. Oder vielleicht nicht? Die NWZ hat Werder Bremen und dem FC America Belo Horizonte mal genau auf die Füße geguckt.
Beide Teams beginnen ihr Aufwärmprogramm ungefähr 35 Minuten vor dem Anpiff. Beim FC America geht es zunächst mit freier Ballarbeit zu zweit oder alleine los. Dann erhält die Hälfte der Spieler Laibchen, und es erfolgt eine kurze Besprechung.
Anders der SV Werder: Die Spieler bilden eine Linie und laufen in ruhigem Tempo von Außenlinie zu Außenlinie. Während jeder zweiten Bahn machen sie lockere Laufübungen (Hopserlauf, Armkreisel, Stechschritt). Beendet wird der erste Teil des Aufwärmprogramms durch Steigerungsläufe. Anschließend dehnen sich die Spieler selbstständig. Währenddessen laufen sich die Spieler Belo Horizontes ebenfalls gemeinsam mit ähnlichen Laufübungen ein. Die Strecke ist allerdings kürzer (rund 20 Meter). Nach einigen kurzen Antritten dehnt sich das Team gemeinsam. Alle Übungen werden vorgegeben. Die Dehnphase ist zudem länger als bei Werder.
Dort nähert sich die Truppe schon dem Roten Bereich. Kurze koordinative Laufübungen (Anfersen, Kniehebellauf, Skippings) in hoher Intensität sind jetzt gefragt. Kurze Sprints in maximaler Belastung stehen am Ende dieses Übungsteils.
Auch das brasilianische Team steigert die Belastung nach der Dehnphase merklich. Zunächst steht wieder die Ballarbeit im Vordergrund: Kopfbälle und technische Übungen mit anschließenden leichten Tempoverschärfungen machen den Anfang. Weiter geht es mit kurzen Antritten mit Richtungswechseln. Vor jedem Sprint müssen die Spieler Zusatzaufgaben erfüllen wie zum Beispiel einen Slalomlauf oder Hocksprünge.
Den gravierendsten Unterschied zwischen beiden Teams offenbart der abschließende Teil: Bremens Spieler beenden ihr Programm mit scharfen Schüssen nach jeweils einem Doppelpass mit zwei Zuspielern. Die Brasilianer spielen dagegen ein Abschlussspiel, in dem zwei Ballkontakte nicht überschritten werden dürfen und sich die Spieler in den Zweikämpfen sehr zurückhalten.
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Ohne Antonio keine Kommunikation |
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Montag, 13. August 2007 |
 Die Fußballer und Betreuer von América FC Belo Horizonte haben ihren Dolmetscher Antonio Gomes Dos Santos (3. v.l.) bereits kurz nach ihrer Ankunft im Sporthotel Lastrup ins Herz geschlossen. BILD: THOMAS NEUNABER
Elisabethfehner Antonio Gomes Dos Santos dolmetscht für Gäste aus BrasilienMit dem Team von América Belo Horizonte betreut der Bäcker vom Fehnkanal bereits die vierte Mannschaft bei dem Junioren-Turnier. Er sorgt dafür, dass die Verständigung klappt.
Von Thomas Neunaber
FRIESOYTHE - „Für uns ist der Mann Gold wert“, sagt Fußballturnier-Organisator Heiner Gründing. Gründings „Goldjunge“ heißt Antonio Gomes Dos Santos, ist von Beruf Bäcker, mit einer Elisabethfehnerin verheiratet und stammt aus Portugal. Der portugiesische Bäcker aus Elisabethfehn dolmetscht für die brasilianischen Mannschaften, die bisher an den Internationalen U-19-Fußballturnieren in Friesoythe seit 2001 teilnahmen. „Ohne Antonio wäre Kommunikation mit den Gästen kaum möglich“, sagt Gründing.
Antonio sorgt dafür, dass sich die Kicker vom Zuckerhut auch in der norddeutschen Tiefebene wohlfühlen. Ob Shopping, Trainingslager oder Sightseeing: Antonio hilft, dass die brasilianischen Gäste dank seiner Übersetzung vom Deutschen ins Portugiesische alles verstehen und sich in der Fremde orientieren können. „Manche Brasilianer sprechen aber auch einen Dialekt, den selbst ich nicht verstehe. Das ist dann etwa so, wenn man als Friese einem Gegenüber sitzt, der nur Bayerisch spricht“, grinst Antonio. Aber die meisten Brasilianer geben sich Mühe, dass auch der Portugiese versteht, worum es den Kickern geht.
Am Dienstag nahm er gemeinsam mit Gründing auch gleich die brasilianischen Kicker von América FC Belo Horizonte in der Kreissportschule Lastrup unter seine Fittiche. Die diesjährigen Turnierteilnehmer waren dankbar auf einen Mann zu treffen, der ihre Landessprache Portugiesisch spricht. Denn von den Kickern und ihrem Betreuerstab sprechen nur wenige eine Fremdsprache wie Englisch oder Französisch.
„Mir macht der Job viel Spaß“, sagt Antonio Gomes Dos Santos. Zu den brasilianischen Teams ist der Kontakt oft sehr schnell hergestellt. „Die Brasilianer sind sehr interessiert an Deutschland und wundern sich zum Beispiel über die Weite der norddeutschen Tiefebene und die sauberen Straßen“, hat der Portugiese festgestellt. Kein Wunder, schließlich liegt Belo Horizonte in einer bergigen Region im Südosten Brasiliens. Da endet der Blick in die Ferne bereits oft an der nächsten Bergkuppe.
Dass der Kontakt zu den Kickern aus Rio de Janeiro oder Belo Horizonte meist nach Turnierende abreißt, macht ihn nicht traurig. „Ich habe hier meinen Spaß und fühle mich auch ein bisschen als Vermittler zwischen den Kulturen“, sagt der Mann vom Fehnkanal. Die ein oder andere Einladung nach Brasilien hat er aber schon bekommen. „Nach Brasilien würde ich als Fußballbegeisterter gerne reisen, aber wer vertritt mich dann in meiner Backstube“, fragt Antonio.
So genießt er die Zeit mit den talentierten Fußballern vom Zuckerhut, nimmt an ihrer südamerikanischen Lebensfreude teil, die trotz norddeutschem Schmuddelwetter ungetrübt ist. „Das sind eben Frohnaturen, die ihre Lebenslust auch auf den Fußball übertragen“, sagt der Mann aus Elisabethfehn.
Wem er beim Turnier die Daumen drückt? „Natürlich meinen Brasilianern aus Belo Horizonte“, lächelt Antonio Gomes Dos Santos.
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Friesoythe feierte ein Fußballfest |
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Montag, 13. August 2007 |
 Einen besonderen Autogrammwunsch hatte Paul Kock, im Bild das Team von Bröndby Kopenhagen, von den Spielern: Sie sollten einen Riesen-Fußball signieren. BILD: THOMAS NEUNABER
Zuschauer und Mannschaften genießen gute AtmosphäreMit Kind und Kegel kamen die Zuschauer ins Hansa-Stadion, um bei schönstem Wetter attraktiven Fußball zu sehen. Die Teams zeigten sich vollauf zufrieden mit dem Turnier.
Von Thomas Neunaber
FRIESOYTHE - Der kleine Michael aus Cloppenburg drückt seine Daumen fest zusammen, als der Spieler mit der Nummer 8 von Dynamo Moskau sich den Ball schnappt und auf das Tor von Belo Horizonte zusteuert. „Wenn er trifft, sind wir im Endspiel“, freut sich der neunjährige Deutsch-Russe. Für die Fans neben ihm ein Albtraum, denn sie drücken den Brasilianer von Belo Horizonte fest die Daumen. Doch es hilft nicht, am Ende jubeln Michael und seine Moskowiter. 7:5 siegt Dynamo Moskau nach spannendem Elfmeterschießen.
Freud und Leid lagen an den vergangenen drei Turniertagen im Friesoyther Hansa-Stadion oft eng beisammen. Am Ende jubeln an diesem Wochenende aber fast alle über ein Turnier, das allen Beteiligten wieder großen Spaß gemacht hat, wie auch Turnierorganisator Heiner Gründing bestätigt: „Alles lief wie am Schnürchen. Wir hatten weder Pannen noch Probleme“
Von der guten Laune rund ums Spielfeld und von den warmen Temperaturen profitierten die Getränkestände und Evelyn Franz mit ihrem Softeis-Stand. „Diesmal lief es wirklich bombig“, freute sich die Dame aus Jade.
Und bei den Brasilianer wurden trotz der Halbfinalpleite im Mannschaftsbus schon wieder die Sambatrommeln ausgepackt. „Was die Jungs für eine Stimmung machen, ist sagenhaft“, freute sich auch Dolmetscher Antonio Gomes Dos Santos.
Gefeiert hatten die Teams bereits am Sonnabendabend beim so genannten Bürgermeister-Abend mit Organisatoren, Sponsoren und Ratsvertretern in Pollmeyers Bauernstuben in Thüle. Am reichhaltigen Buffet mit Putenbrust und Schnitzel ließen es sich die Spieler schmecken. Als Dank für die Gastfreundschaft überreichten die Mannschaften danach Johann Wimberg Vereinstrikots, Wimpel und Fanschals.
Ein großes Souvenir vom Turnier ziert bald auch das Vereinsheim von Hansa Friesoythe: Paul Kock spendierte dem Club nämlich einen knapp ein Meter Durchmesser großen Fußball mit Autogrammen von Spielern und Betreuern der Turnierteams.
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Moskau macht es kurz spannend |
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Montag, 13. August 2007 |
 Meistens eher am Ball: Die Spieler Dynamo Moskaus (in Weiß) waren das beste Team des U-19-Fußballturniers um den LzO-Cup. Beim 1:0-Endspielsieg gegen den VfL Wolfsburg (in Grün-Weiß) wurde es zum Schluss spannend. BILD: LICHTFUß
Dynamo gewinnt durch 1:0 gegen Wolfsburg U-19-Turnier in FriesoytheDie Talente aus der russischen Hauptstadt gewannen außer der Eröffnungspartie alle Spiele. Belo Horizonte sicherte sich gegen Werder Bremen Platz drei.
Von Steffen Szepanski
FRIESOYTHE - Verdienter Sieg trotz kurzer Zitterphase: Die U-19-Fußballer Dynamo Moskaus haben am Sonntag das Endspiel des Friesoyther Turniers um den LzO-Cup mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Vor 1200 Zuschauern erzielte Alexander Denisov in der 41. Minute das Tor des Tages. Werder Bremen verpasste Platz drei durch zwei Fehlschüsse im Elfmeterschießen gegen die Brasilianer von America FC Belo Horizonte. Zuvor hatten die Bremer im dramatischsten Turnierspiel in der letzten Minute der regulären Spielzeit zum 3:3 ausgeglichen.
Im Finale waren die ersten Minuten ausgeglichen. Mitte der ersten Halbzeit erspielten sich die Moskauer um den starken Stürmer Roman Panin leichte Vorteile. Das zahlte sich indes erst nach der Pause – gespielt wurde zweimal 30 Minuten – aus.
In der 41. Minute setzte sich Stürmer Panin einmal mehr über links durch und bediente den im Strafraum wartenden Denisov mit einem halbhohen Pass. Denisov ließ den Ball noch einmal springen, um ihn – von einem Wolfsburger bedrängt – aus zehn Metern in den rechten Wolfsburger Torwinkel zu hämmern. Die Wolfsburger wollten anschließend Druck machen, leisteten sich aber zu viele Abspielfehler.
Erst kurz vor Schluss konnten sich die Jungwölfe noch ein paar Chancen herausspielen. Die Wolfsburger brachten mehrere gute Flanken in den Moskauer Strafraum, wo der große Exauce Mayombo das Tor per Kopf zweimal nur knapp verfehlte. Anschließend konnten die Dynamos, die mit Ausnahme des Eröffnungsspiels alle Partien gewonnen hatten, jubeln.
Für die größte Stimmung im Stadion Hansa Friesoythes hatte derweil Werder Bremen gesorgt. Die Bremer waren im Spiel um Platz drei nach einer 2:0-Führung (Tobias Kempe 6., Philipp Bargfrede 8.) gegen Belo Horizonte 2:3 in Rückstand geraten (2:1, 2:2 Wesley Silva 20., 36., 2:3 Mathäus Castro 40.), konnten aber in der letzten Minute ausgleichen (Onur Ayik, 60.). Im anschließenden Elfmeterschießen versagten den Bremern die Nerven. Dafür wurde Werders Timo Perthel zum besten Spieler des Turniers gewählt.
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