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Montag, 16. August 2010
Nordwest Zeitung

Harmlose Hansa-Elf kassiert vierte Niederlage in Serie

Fußball-Landesliga Friesoythe verliert zu Hause 1:3 gegen Spelle-Venhaus – Zumdohme sauer


Bild
Weg ist er: Christoph Fennen (links) und Olaf Bock (rechts) mussten die Speller zu oft ziehen lassen. 

Der Hansa-Coach sprach von einem schlechten Spiel seines Teams. Das hatte Spelles Erdem Cosar nie in den Griff bekommen.


von Steffen Szepanski

Friesoythe
- Harmlose Hansa läuft Gefahr, früh den Anschluss zu verlieren: Die Friesoyther Landesliga-Fußballer haben am Sonntag die vierte Niederlage im vierten Saisonspiel kassiert. Das Team von Trainer Dennis Zumdohme musste sich auf eigenem Platz dem SC Spelle-Venhaus 1:3 (1:1) geschlagen geben. „Meine Mannschaft hat heute eine schlechte Leistung gezeigt. Uns bleibt jetzt nur, ruhig weiter zu arbeiten“, sagte ein niedergeschlagener Zumdohme nach der Partie.

Die hatte für Hansa schon schlecht begonnen. Die Speller hatten mehr vom Spiel und die erste Großchance: In der 20. Minute schlenzte Erdem Cosar einen Freistoß aus 22 Metern an die Latte des Gastgeber-Gehäuses. Hansas gut aufgelegter Torwart Stefan Greten – Maik Stolzenberger stand zwar wieder im Kader, war aber laut Zumdohme noch leicht angeschlagen – hätte keine Chance gehabt. Dafür rettete er in der 24. Minute in höchster Not, nachdem Lars Niemeyer eine Flanke von Daniel Rehers aufs Tor gebracht hatte.

Hansa wurde erst neun Minuten vor der Pause das erste Mal richtig gefährlich. Stefan Renken flankte flach, und Lando Matantu schoss aus sieben Metern vorbei.

Was folgte, war eine turbulente Schlussphase der ersten Hälfte: Die leitete Cosar, den die Hansa-Abwehr nie in den Griff bekam, ein. Der flankte in der 39. Minute in den Hansa-Strafraum, wo Rehers lauerte. Der Kapitän drückte den Ball zur Speller Führung über die Linie.

Drei Minuten später hätte Rehers beinahe erhöht. Er zog aus 20 Metern ab, fand aber diesmal seinen Meister in Schlussmann Greten.

Statt völlig am Boden zerstört, war plötzlich wieder Hansa am Zug. In der 45. Minute konnte Olaf Bock, der gegen den giftigen Sergej Spies einen schweren Stand hatte, einen Pass von Stefan Renken im Strafraum unter Kontrolle bringen. Er schaute kurz, und jagte die Kugel dann an Freund und Feind vorbei in die linke Ecke des Gäste-Gehäuses.

Beinahe wäre Hansa dennoch mit einem Rückstand in die Pause gegangen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Cosar nach einem Doppelpass mit Rehers ins Hansa-Tor. Allerdings entschied Schiedsrichter Daniel Fleddermann zur Überraschung der Gäste und eines Großteils der Zuschauer auf Abseits. Cosar und Rehers waren so verärgert, dass sie die Szene noch auf dem Gang in die Kabine mit Hansa-Coach Zumdohme diskutierten.
Der sah auch in der zweiten Halbzeit ein überlegenes Speller Team, das sich zahlreiche Möglichkeiten erspielte. Allerdings hatten auch die Friesoyther Chancen. Nachdem Bock Spies doch einmal abgeschüttelt hatte, ließ er zwei weitere Verteidiger stehen, um schließlich Christoph Fennen einzusetzen. Dessen abgefälschter Schuss landete an der Latte des Gäste-Gehäuses (50.).

In der 56. Minute köpfte Matantu aus aussichtsreicher Position übers Tor. Das war es dann aber auch mit guten Friesoyther Chancen. Die Emsländer entfachten immer größeren Druck und wurden schließlich belohnt. Greten konnte einen scharfen Schuss Niemeyers noch abwehren, aber der eingewechselte Christoph Boerger konnte unbedrängt abstauben (65.). In der Folgezeit waren die Gäste dem 3:1 näher als die Friesoyther dem Ausgleich. Zu harmlos agierte die Hansa vor dem gegnerischen Tor.

So kam es, wie es kommen musste. In der 90. Minute schlug ein 20-Meter-Schuss des eingewechselten Jan Niehaus’ im rechten oberen Eck des Gastgeber-Gehäuses ein. Immerhin: Selbst danach versuchten es die Gastgeber noch mal, allerdings konnten sie sich auch in der Nachspielzeit keine Chance mehr herausspielen.

0:1 Rehers (39.), 1:1 Bock (45.), 1:2 Boerger (65.), 1:3 Niehaus (90.).     

Greten - Emken, Kunisch, Fennen, Looschen, Mut, M. Renken, Höhne (80. Schleining), Bock, S. Renken, Matantu (60. Reiners).     

Frik - Börger, Spies, Poeling, Ricker, Niemeyer, Rehers, Gongoll, Hasani (86. Niehaus), Subenko (54. Boerger), Cosar (90. Persiel).     

Daniel Fleddermann (Nordhorn).      
Stefan Niekamp, Christian Hansmann.
 
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