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I. Herren - SV Großefehn 0:2 Drucken
Montag, 30. August 2010
Nordwest Zeitung

Hansa nach Kunisch-Ausrutscher am Boden

Fußball-Landesliga: Friesoythe verliert 0:2 gegen Großefehn – Routinier fliegt vor Gegentor hin

Bild
Hansa am Boden (hier Christoph Fennen, im Hintergrund Schiedsrichter Tim Thoelenjohann und Hammad El-Arab), Großefehn oben auf: Friesoythe verlor mit 0:2. 

Torwart Stefan Greten sah kurz vor Schluss nach einer Notbremse Rot. Michael Renken musste ins Tor, da die Friesoyther schon dreimal gewechselt hatten.


von Steffen Szepanski

Friesoythe
- Kein Aufschwung in Sicht: Die Landesliga-Fußballer Hansa Friesoythes haben am Sonntag auch das sechste Saisonspiel verloren. Das Team von Trainer Dennis Zumdohme unterlag dem SV Großefehn auf eigenem Platz mit 0:2 (0:1). „Wir haben heute eine spielschwache Hansa gesehen“, gestand Zumdohme ein. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit aber auch vier gute Chancen, mit denen wir das Spiel hätten entscheiden können.“ Fußball-Obmann Bernd Meyer hatte eine „starke Verunsicherung des Teams“ gespürt. Er machte aber auch klar: „Wir werden mit Dennis Zumdohme weitermachen.“

Die Friesoyther, die wieder mit Kapitän Hammad El-Arab und Abwehrchef Nico Petrillo aufgelaufen waren, hatten in der ausgeglichenen ersten Hälfte mehr Chancen – allerdings keine hochkarätigen. Immer wieder versuchten es die Gastgeber mit langen Bällen auf Olaf Bock und Lando Matantu. Die konnten sich allerdings nur selten durchsetzen. Immerhin: Die Hansa-Abwehr stand sicher, so dass alles auf ein 0:0 zur Pause hinauszulaufen schien – bis zur 36. Minute. Nach einem Pass vom starken Gäste-Kapitän Hendrik Detmers in die Spitze rutschte Marcus Kunisch aus, und Keno Schmidt konnte den Ball an Stefan Greten vorbei ins Tor schieben. Hansa war geschockt – und bis zur Pause nicht mehr zu sehen.

Dafür kam Hansa mit Schwung – und Christoph Fennen, der für den zweikampfstarken Nick Weifen eingewechselt worden war – aus der Kabine. Nun endlich sorgten die Friesoyther für echte Gefahr vor dem Großefehner-Gehäuse. In der 56. Minute setzte sich Lando Matantu gegen zwei Großefehner durch, drang in den Strafraum ein und schoss aus kurzer Distanz rechts am Tor vorbei. In der 59. Minute erkämpfte sich Dennis Reiners den Ball im Mittelfeld, um anschließend Matantu zu schicken. Der verfehlte das Gäste-Gehäuse erneut knapp. Da kamen selbst dem Himmel die Tränen. Heftiger Regen setzte ein – aber Hansas Felle schwammen noch nicht davon. Nachdem Michael Emken nach seinem zweiten harten Foul knapp einem Platzverweis entgangen war (70.), jagte Hammad El-Arab den Ball nach einem Freistoß Michael Renkens an die Latte (72.).

Der Regen wurde noch heftiger – und langsam machte sich bei Hansa Frust breit. Dennis Reiners schmiss nach seiner Auswechslung (80./Dennis Höhne) vor der Tribüne voller Wut sein Trikot weg. Kurze Zeit später war auch Torwart Greten sein Trikot los. In der 85. Minute hatte er kurz vor der Strafraumgrenze die Notbremse gezogen. Er hatte den durchgebrochenen Schmidt gelegt und Rot gesehen. Da Hansa schon dreimal gewechselt hatte, musste Michael Renken ins Tor (85.).

Der hielt immerhin zwei Flachschüsse der Gäste. Nachdem die in der 88. Minute zu zweit auf ihn zugekommen waren und den Ball vertändelt hatten, witterte Hansa sogar noch einmal Morgenluft. Zweimal brachte Christoph Fennen mit Freistößen Gefahr vors Gäste-Tor.

Dann machten die Ostfriesen aber doch alles klar: In der Nachspielzeit unterschätzte Artur Schleining einen langen, hohen Ball – und EikeHergen Berghaus zog davon. Dessen Schuss konnte Renken mit einer tollen Parade abwehren, aber Keno Schmidt staubte zum 2:0 ab.

Nach Spielende bedankten sich die Ostfriesen bei ihrem lautstarken Anhang mit dem „Diver“, während die Friesoyther konsterniert auf dem Rasen saßen.

Tore: 0:1, 0:2 Schmidt (36., 90.).

Rote Karte: Stefan Greten (85., Notbremse).

Hansa: Greten - Schleining, Petrillo, Emken, Kunisch, Matantu, Looschen (55. M. Renken), Reiners (80. Höhne), Weifen (46. Fennen), El-Arab, Bock.

Schiedsrichter: Tim Thoelenjohann.

Fazit: Hendrik Detmers und Keno Schmidt (beide SV Großefehn). Fast jeder Angriff der Ostfriesen lief über den ballsicheren Kapitän Detmers. Schmidt war immer gefährlich und schoss dann auch beide Tore.
 
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